Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg

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10 JAHRE LANDESWETTBEWERB

10 JAHRE THEMEN

1991
   

1.

Der karikierte Bürger

Eine kleine Galerie literarischer Figuren  

 

2.

Die Sprache der Straße

Skizzieren Sie aus Texten und Klängen, Zeichen und Schriften das Portrait und die Geschichten einer Straße  

 

3.

Hartmann von Aue – Ein Hörbild

Sie haben etwa 20 Minuten Sendezeit zur Verfügung und können entweder einen Sprechtext mit Regieanweisungen oder eine Bandaufnahme vorlegen  

 

4.

Blick aus dem Fenster

Halten Sie in einem Tagebuch die wechselnden Erscheinungen von Wetter und Himmel, Gelände und bebautem Gebiet im Verlauf einer Woche fest  

 

5.

Literatur und Verfilmung

Vergleichen Sie ein erzählendes Werk der deutschen Literatur mit seiner filmischen Gestaltung  

 

6.

„Im Nichtbeibringlichkeitsfalle ersatzweise drei Tage Haft ...“

Deutsch aus deutschen Amtsstuben 

  

  1992
 

1.

Erscheinungsweisen

Wiederholte Begegnungen mit einem Bild oder einer Skulptur  

 

2.

„Hast du das gespeichert?“

Die Industriegesellschaft und ihre Sprache  

 

3.

Die da oben, wir da unten. Ein Hörspiel  

Dienerfiguren aus Werken der Weltliteratur unterhalten sich über ihre Herren, Gott und die Welt

 

  

4.

Entblößungen  

Beobachtungen zum Sprachverhalten in Talkshows

 

  

5.

>

Alltag im deutschsprachigen Kino- oder Fernsehfilm   

Zwischentöne?

 

 

6.

Walther von der Vogelweide auf

unseren Marktplatz?

  

Plädoyers zu einem umstrittenen Denkmal  

  

1993
  

1.

Der oft begangene Weg

  

Halten Sie in einem Tagebuch wechselnde Beobachtungen und Erfahrungen fest  

 

2.

„Mein lieber Franz ...“

  

Eine Antwort auf Kafkas „Brief an den Vater“  

 

3.

„Guten Abend! Guten Abend! Guten Abend!“

 

Der inszenierte Freund: Auftritte von Moderatoren  

 

4.

Was wir sahen, war schon seltsam ...“

 

Wesen einer fernen Welt berichten über ihre Beobachtungen hier auf der Erde.  

 

5.

Faust: Ein Ketzer (Marlowe)

Ein Suchender (Goethe)

  

Zwei Schriftsteller führen ein Gespräch über die unterschiedlichen Deutungen, die sie zu der selben Figur (z.B. Faust)

 

6.

„Es wuochs in burgonden ein vil edel Magedin“ (Nibelungenlied 2.1)

  

Leben für die Rache?

Kriemhilt – eine Frau im Mittelalter  

  

1994  
  

1.

"...ICE nach Hamburg hat voraus-

sichtlich 35 Minuten Verspätung.

Passagiere mit Anschluss..."

 

Bahnhofsimpressionen  

2.

Was ich nun doch einmal sagen muss

 

Brief an eine literarische Figur  

3.

„Woyzeck, Er hat keine Moral!"

 

Gewalt in der Literatur  

4.

"Diederich Hessling war ein

weiches Kind“

 

Erzählte Kindheiten im Vergleich  

5.

Von der Sonne verwöhnt

 

Selbstdarstellung von Ländern und Landschaften  

6.

Das Abenteuer im Westen

 

Männerwelten im mittelalterlichen Arthusroman und im amerikanischen Western

  
1995
 

1.

Kühlergrill und Schillerbüste. –

Flohmarkt in ...

 

Eine Reportage  

2.

„Wenn die Küsse deines Majors heißer brennen als die Tränen deines Vaters – stirb!“ (Kabale und Liebe)

 

Töchter und Väter im bürgerlichen Trauerspiel  

 

3.

Jahrestag

 

Eine Hörfunksendung zum 200. Geburtstag von Heinrich Heine 1997  

4.

Der Wald steht schwarz und schweiget

 

Über Naturlyrik im ökologischen Zeitalter  

5.

„Stolzer Kater sucht hübsche Schmusekatze

 

Menschen in Heirats- und Stellenanzeigen

6.

Der Kampf ums Heilige Land

 

Kreuzzugslyrik im Mittelalter  

 

1996  
 

1.

Auf einer Parkbank sitzen und schauen

 

Ein Siebentagebuch  

2.

„Dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe nun und schließe ihn.“ (Kafka)

 

Fenster, Türen, Innenräume in der erzählenden Literatur  

3.

Zum Beispiel Professor Unrat und Dr. Specht

 

Lehrergestalten in Literatur und Film  

4.

Hier ruht

 

Die Sprache der Grabsteine  

5.

Infotainment

 

Untersuchung von Nachrichtensendungen im Fernsehen  

6.

Unt ist ir tot der lebenden brot (Gottfried von Straßburg, Tristan und Isolde, V. 239)

 

Tristan, Isolde und andere literarische Paare im Vergleich  

 

1997
 

1.

Inszenierte Welten

 

Schaufenster betrachtet  

2.

„Ich bin der große Derdiedas“

(Arp, Opus Null)

 

Selbstportraits im Gedicht  

3.

Narrenrunde

 

Literarische Narren im Gespräch  

4.

„Du lieber Gott, was so ein Mann nicht alles alles denken kann(Faust I)

Mannsbilder im Drama  

5.

„Der Angriff galt ganz klar dem Ball“

 

Fußball und Sprache  

6.

„...und der doch der werlde hulde

behalten kan mit werdekeit, 

das ist ein nütziu arbeit(Wolfram, Parzival)

 

Parzival und andere:  Wege in die Kultur  

 

1998
 

1.

Geschultert - Was Menschen so alles tragen

 

Beobachtungen im Alltag  

2.

„Ich wünschte sehr der Menge zu behagen“ (Goethe, Faust)

 

Drei Personen führen ein Gespräch über einen literarischen Bestseller  

3.

„Lebt wohl - Lasst mich an diesem Altar verscheiden“ (Schiller, Kabale und Liebe)

 

Wie man stirbt im Drama  

4.

Mekka für Taucher. Insel der Ruhe.

 

Sprache der Reisekataloge  

5.

Allons enfants ...

 

Nationalhymnen -  ein Essay  

6.

Karriere? - Hagen von Tronje

 

Germanenheld im Nibelungenlied,

Fantasystar bei Wolfgang Hohlbein  

 

1999
 

1.

Sehr geehrte Kunden, wir bieten Ihnen heute Marken-Bluejeans für nur 20 Mark. Nur 20 Mark! Ab sofort im Basement unseres Hauses.

(Hertie-Lautsprecherdurchsage, Freiburg, Juni 1998)

 

Kaufhausimpressionen  

2.

Wild zuckt der Blitz

(C. F. Meyer, Die Füße im Feuer)

 

Unwetter im Gedicht  

3.

Es war ein schöner Sommerabend, als Florio, ein junger Edelmann, langsam auf die Tore von Lucca zuritt.

(Eichendorff, Das Marmorbild)

 

Ankunft und Aufbruch in Erzählungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Ein Vergleich.

4.

Goethe en miniature:

 

Begründen Sie sechs Motivvorschläge für einen Briefmarkensatz zum Goethejahr 1999.

5.

Wahnsinn! Warum schickst du mich in die Hölle? Eiskalt lässt du meine Seele erfrieren (W. Petry)

 

Deutsche Schlager der 90er Jahre  

6.

Wolfram von Eschenbachs Parzival

 

Ein Hörspielmanuskript  

 

2000  

1.

Die Zeit davor

 

Beobachtungen im Kino, im Theater, im Fußballsta­dion oder auf dem Bahnhof

 

 

2.

Lesen ist wie Atmen
(Alberto Manguel)

 

Rede zur Eröffnung einer Stadt- oder Gemeindebücherei

 

 

3.

Die Sache ist ganz einfach, wir sind Eltern, du bist Kind, damit basta. Was wir gutheißen ist gut, mag’s sein, was es will“. (Hermann Hesse)

 

Schriftsteller unterhalten sich über ihre Jugend

 

 

4.

Einblicke in Ausblicke

 

Die Jahrtausendwende in der Presse  

 

 

5.

Mein Venedig versinkt nicht

(Rose Ausländer)

 

Städtebilder in der Lyrik  

 

 

6.

Wie froh bin ich, dass ich weg bin!

(Goethe, Werther)

 

Fluchtfantasien in der erzählenden Literatur  

 

7.

www. gottfried.de

Entwickeln Sie das Konzept für eine Ausstellung oder für eine Homepage zum Thema „Gottfried von Straßburg  

 

8.

Der Berliner Schriftsteller Jens Sparschuh hat für den Landeswettbewerb den Anfang einer Erzählung verfasst. - Schreiben Sie ihn weiter.

>>Was hat sie denn jetzt auf einmal gegen BWL? Fragte sich Fabian wütend, als er zum x-tenmal Franziskas Brief las –durchsichtiges, hellblaues Briefpapier ... Klar, ein blauer Brief; das hatte er schon gecheckt, so blöd war er nun auch wieder nicht. Aber immerhin mit Absender: Winckelmannstr. 9b, Stendal, bei Müller.

Fabian sah finster aus dem Fenster. Hieß nicht dieser schwarz­gelockte Szene-Heini aus Feuerbach auch Müller? Dieser Typ, der im Osten eine Agentur gründen wollte? Ex oriente lux oder so. Alles Müller oder was?

23.39 Uhr – gleich wird er am Arsch der Welt sein, das heißt in Stendal. Sachsen – Anhalt... Sicher eine Steigerungsform von Sachsen!

Toll, nicht mal eine Fahrkarte hatte er. Der Rest seines Stipen­diums war – ausgerechnet – für einen Roman draufgegangen. „Rot und Schwarz“. Der Autor hieß übrigens auch Stendal. Das schien Fabian irgendwie passend zu sein. Aber weit war er da­mit noch nicht.

Okay, dachte Fabian, soll Franziska doch ruhig erstmal 30 Semester Kommunikationswissenschaften studieren. Vielleicht können wir dann ja wieder miteinander kommunizieren. Oder sogar reden.

Die Abteiltür wurde aufgeschoben und eine freundliche, sehr müde Frauenstimme sagte: „Ihren Fahrausweis bitte ...“<<

 

 

  Zu allen geeigneten Themen können auch Manuskripte mit Ton- oder Bildkassette (Video) eingereicht werden .


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