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10. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur

Baden-Württemberg 2000

Die Themen

 

1.

Die Zeit davor

 

Beobachtungen im Kino, im Theater, im Fußballstadion oder auf dem Bahnhof

 

 

2.

Lesen ist wie Atmen
(Alberto Manguel)

 

Rede zur Eröffnung einer Stadt- oder Gemeindebücherei

 

 

3.

Die Sache ist ganz einfach, wir sind Eltern, du bist Kind, damit basta. Was wir gutheißen ist gut, mag’s sein, was es will“. (Hermann Hesse)

 

Schriftsteller unterhalten sich über ihre Jugend

 

 

 

4.

Einblicke in Ausblicke

 

Die Jahrtausendwende in der Presse  

 

 

5.

Mein Venedig versinkt nicht

(Rose Ausländer)

 

Städtebilder in der Lyrik  

 

 

6.

Wie froh bin ich, dass ich weg bin!

(Goethe, Werther)

 

Fluchtfantasien in der erzählenden Literatur  

 

 

7.

www. gottfried.de

Entwickeln Sie das Konzept für eine Ausstellung oder für eine Homepage zum Thema „Gottfried von Straßburg"  

 

8.

 

Der Berliner Schriftsteller Jens Sparschuh hat für den Landeswettbewerb den Anfang einer Erzählung verfasst. - Schreiben Sie ihn weiter.

>>Was hat sie denn jetzt auf einmal gegen BWL? Fragte sich Fabian wütend, als er zum x-tenmal Franziskas Brief las –durchsichtiges, hellblaues Briefpapier ... Klar, ein blauer Brief; das hatte er schon gecheckt, so blöd war er nun auch wieder nicht. Aber immerhin mit Absender: Winckelmannstr. 9b, Stendal, bei Müller.

Fabian sah finster aus dem Fenster. Hieß nicht dieser schwarz­gelockte Szene-Heini aus Feuerbach auch Müller? Dieser Typ, der im Osten eine Agentur gründen wollte? Ex oriente lux oder so. Alles Müller oder was?

23.39 Uhr – gleich wird er am Arsch der Welt sein, das heißt in Stendal. Sachsen – Anhalt... Sicher eine Steigerungsform von Sachsen!

Toll, nicht mal eine Fahrkarte hatte er. Der Rest seines Stipen­diums war – ausgerechnet – für einen Roman draufgegangen. „Rot und Schwarz“. Der Autor hieß übrigens auch Stendal. Das schien Fabian irgendwie passend zu sein. Aber weit war er da­mit noch nicht.

Okay, dachte Fabian, soll Franziska doch ruhig erstmal 30 Semester Kommunikationswissenschaften studieren. Vielleicht können wir dann ja wieder miteinander kommunizieren. Oder sogar reden.

Die Abteiltür wurde aufgeschoben und eine freundliche, sehr müde Frauenstimme sagte: „Ihren Fahrausweis bitte ...“<<  

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