11. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg 2001

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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

PRESSEMITTEILUNG

Nr. 162/2001

Den 13. Juli 2001

11. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg

Preisverleihung im Marmorsaal des Neuen Schlosses in Stuttgart

Kultusstaatssekretär Helmut Rau: "Der Wettbewerb ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die bereit sind, sich intensiv, kreativ und beharrlich eines anspruchsvollen Themas anzunehmen.

 

·        Am diesjährigen Wettbewerb haben sich 402 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, und der beruflichen Vollzeitschulen beteiligt.

 

·        Die Aufgabe bestand darin, eine Hausarbeit anzufertigen, wobei sechs Themen zur Auswahl standen.

 

·        22 Schülerinnen und Schüler wurden von der Jury als Preisträger ausgewählt.

 

·        Als Preis haben die Preisträgerinnen und Preisträger ein viertägiges Seminar im Kloster Obermarchtal absolviert, wo sie Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zu Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Medien, Kunst und Kultur hatten. Abschluss der Veranstaltung ist die Ehrung im Neuen Schloss durch Staatssekretär Helmut Rau.

 

·        Gemäß der Zielsetzung des Wettbewerbs, vor allem Begabtenförderung zu sein, können sich die Preisträgerinnen und Preisträger zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes bewerben.

 

Helmut Rau: "Für die Schulen und hier insbesondere die Oberstufen der Gymnasien und der Vollzeitschulen des beruflichen Bereichs ist das Angebot dieses Wettbewerbs ein wichtiger Impuls für das unterrichtliche Arbeiten. Er will Schülerinnen und Schüler anregen, sich intensiver mit ihrer Muttersprache zu beschäftigen ‑ zum Beispiel in der Auseinandersetzung mit Werken der deutschen Literatur, mit der Geschichte und den Erscheinungsformen der heutigen Sprache oder durch die sprachliche Gestaltung eigener Wahrnehmungen und Beobachtungen."

Der Staatssekretär wies darauf hin, dass ab dem kommenden Jahr die reformierte gymnasiale Oberstufe in Kraft trete, die als wichtigen Teilbereich die Stärkung des Faches Deutsch vorsehen würde. Alle Gymnasiasten würden dann vierstündig auf hohem Niveau Deutsch belegen und an der schriftlichen Abiturprüfung teilnehmen. Baden‑Württemberg setze damit als erstes Bundesland die durch die KMK‑Beschlüsse beabsichtigte Verstärkung des Basisbereichs konsequent um.

Helmut Rau begrüßte die Debatte der letzten Wochen um den Deutschunterricht und den Kanon des im Schulunterricht zu lesenden Stoffes. Einen bemerkenswerten Beitrag zu dieser Diskussion habe auch das Papier "Bildungsoffensive zur Stärkung des Deutschunterrichts" der Konrad‑Adenauer‑Stiftung geliefert. Rau: "Es ist ein Bekenntnis für die zentrale Bedeutung des Deütschunterrichts zur Bildung der Persönlichkeit. Dem Deutschunterricht wird die überragende Rolle für die Befähigung der jungen Menschen zur Teilhabe an der Gemeinschaft zugemessen. Der dort vertretene Ansatz deckt sich weitgehend mit den Zielsetzungen des Deutschunterrichts in Baden‑Württemberg. Gegenstände sind die sprachlich‑formale Grundbildung, die Lese‑ und Medienerziehung und die literarische Grundbildung. Wichtig ist uns, dass die einzelnen Felder nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen. Guter Deutschunterricht ist immer verbundener Unterricht. Methoden des Unterrichts sind nicht Selbstzweck, sondern immer auch im Dienst von zu vermittelnden Inhalten."

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