14. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur

 BadenWürttemberg 2004

 

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 Aktualisierung: 9.8.2004

Pressemitteilung des Ministeriums für
Jugend, Kultus und Sport

16.07.2004
Kultusministerium


Schülerinnen und Schüler als Sprachkünstler

Seit 14 Jahren besteht der Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur. Und die Resonanz ist ungebrochen. Über 500 Wettbewerbsbeiträge von Schülerinnen und Schülern gingen 2004 bei der Jury ein - so viel wie noch nie. Die Preisträger wurden jetzt zum Schuljahresende im Marmorsaal des Neuen Schlosses in Stuttgart geehrt.

 

Der Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur hat sich die Pflege der Literatur, den reflektierten Umgang mit unserer Muttersprache, die kreative und innovative sprachliche Gestaltung von Situationen, Ereignissen sowie detaillierte Beobachtungen und die Analysen von Literatur zur Aufgabe gesetzt. Angesprochen werden entsprechend motivierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an unseren Gymnasien.

Der Landeswettbewerb bietet eine ideale Möglichkeit zur Ergänzung des Grundlagenwissens im Fach Deutsch und regt besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler zur intensiveren Auseinandersetzung und Beschäftigung in den Fachbereichen Deutsche Sprache und Literatur an. Die besten 23 des laufenden Wettbewerbsjahres wurden nun von einer Jury als Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt.
Das Kuratorium lädt die Nachwuchs-Autoren vom 13. bis 16. Juli 2004 zu einem Seminar in die Landesakademie Obermarchtal ein. Zu der Preisverleihung und zum anschließenden Empfang am 16. Juli im Marmorsaal des Neuen Schlosses werden auch die Eltern der Preisträger eingeladen sowie die Lehrerinnen und Lehrer, welche die Preisträger bei ihrer Arbeit betreut haben.

Dass der Wettbewerb mit seinem anspruchsvollen Angebot richtig liegt, ist daraus abzulesen, dass der Wettbewerb nun ins vierzehnte Jahr geht und sich die Teilnehmerzahl gegenüber den Vorjahren noch gesteigert hat: Über 500 Wettbewerbsbeiträge sind dieses Jahr bei der Jury eingegangen. Für die Lehrerinnen und Lehrer bilden die Wettbewerbsthemen längst Anregung für die schulische Arbeit und für Aufgabenstellungen in Klausuren und als gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung. Der Wettbewerb wirkt damit über die reine Teilnehmerzahl hinaus in die Schulen hinein.

Landeswettbewerb als Begabtenförderung
Der Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur ist ein Baustein im baden-württembergischen Konzept der Begabtenförderung. Schule muss Begabungen ausfindig machen und entwickeln. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Preise seit Jahren primär als immaterielle Gabe in Form einer Einladung zu einem attraktiven Seminar gestaltet sind. Das mehrtägige Zusammensein beinhaltet Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Medien, Verlagen, Wissenschaft sowie Gespräche mit Schriftstellern, Theaterleuten und Pädagogen. Für die Besten besteht zusätzlich die Möglichkeit zur Aufnahme in die Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Der Wettbewerb will Schülerinnen und Schüler anregen, sich mit ihrer Muttersprache intensiver zu beschäftigen, z.B. in der Auseinandersetzung mit Werken der deutschen Literatur, mit der Geschichte und den Erscheinungsformen der heutigen Sprache oder durch die sprachliche Gestaltung eigener Wahrnehmungen, Beobachtungen und Phantasien. Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe (Klassen 11-13 bzw. 10-12) an baden-württembergischen Schulen. Die Aufgabe besteht darin, eine Hausarbeit anzufertigen. Einige Aufgaben können auch zu zweit bearbeitet werden. Für Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse besteht die Möglichkeit, sich ihren Wettbewerbsbeitrag als besondere Lernleistung innerhalb des Abiturblocks anrechnen zu lassen.
Aufgaben - Themen für die schriftliche Hausarbeit
Wie jedes Jahr wurden den Teilnehmern des Wettbewerbs sieben Aufgaben zur Auswahl gestellt. Sie können auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden: in analytisch-referierender oder in freierer Form, beispielsweise als Essay, Reportage, Rede, Dialog oder Hörspielmanuskript. Die Beiträge werden nach ihrer inhaltlichen und gestalterischen Qualität bewertet, insbesondere nach Ideenreichtum und Genauigkeit der Beobachtung, Differenziertheit der Themenerschließung und der Reflexion, Angemessenheit und Originalität der Darstellungsform sowie nach Sprache und Stil.

Am häufigsten gewählt wurde in diesem Jahr das Thema:
Ein Haus und seine Bewohner. Schreiben Sie eine Geschichte.

Gut angenommen wurden außerdem die Themenvorschläge:
- Zuschauer – Schaulustige – Gaffer. Beobachtungen im Alltag;
- Die Sprache der Kleider. Wie Autoren ihre Figuren kleiden und was die Kleidung über ihre Träger erzählt;
-Promis in der Werbung. Ein kritischer Blick auf Werbestrategien mit Prominenten.


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