15. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur

 Baden-Württemberg 2005

 

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Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 13.7.2005

 

 

15. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur Baden-Württemberg 2005

Pressemitteilung des Kultusministeriums

Empfang der Preisträger und Preisverleihung im Festsaal des Klosters Ochsenhausen, in Ochsenhausen am 15. Juli 2005

Der Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur hat sich die Pflege der Literatur, den reflektierten Umgang mit unserer Muttersprache, die kreative und innovative sprachliche Gestaltung von Situationen, Ereignissen sowie detaillierte Beobachtungen und die Analysen von Literatur zur Aufgabe gesetzt. Angesprochen werden entsprechend motivierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe an unseren Gymnasien.

Der Landeswettbewerb bietet eine ideale Möglichkeit zur Ergänzung des Grundlagenwissens im Fach Deutsch und regt besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler zur intensiveren Auseinandersetzung und Beschäftigung in den Fachbereichen Deutsche Sprache und Literatur an.

Die besten 20 des laufenden Wettbewerbsjahres wurden nun von einer Jury als Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Das Kuratorium lädt die Nachwuchs-Autoren vom 12. bis 15. Juli 2005 zu einem Seminar in die Landesakademie für die musizierende Jugend in Ochsenhausen ein. Zu der Preisverleihung und zum anschließenden Empfang am 15. Juli im Festsaal der ehemaligen Benediktiner-Reichsabtei Ochsenhausen werden auch die Eltern der Preisträger eingeladen sowie die Lehrerinnen und Lehrer, welche die Preisträger zu ihrer Teilnahme angeregt und bei der Ausarbeitung ihres Wettbewerbsbeitrags betreut haben.

Dass der Wettbewerb mit seinem anspruchsvollen Angebot richtig liegt, ist daraus abzulesen, dass der Wettbewerb nun ins vierzehnte Jahr geht und sich die Teilnehmerzahl gegenüber den Vorjahren noch gesteigert hat: Über 560 Wettbewerbsbeiträge sind dieses Jahr bei der Jury eingegangen. Für die Lehrerinnen und Lehrer bilden die Wettbewerbsthemen längst Anregung für die schulische Arbeit und für Aufgabenstellungen in Klausuren und als gleichwertige Feststellung einer Schülerleistung. Der Wettbewerb wirkt damit über die reine Teilnehmerzahl hinaus in die Schulen hinein.

Landeswettbewerb als Begabtenförderung

Der Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur ist ein Baustein im baden-württembergischen Konzept der Begabtenförderung. Schule muss Begabungen ausfindig machen und entwickeln. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass die Preise seit Jahren primär als immaterielle Gabe in Form einer Einladung zu einem attraktiven Seminar gestaltet sind.
Das mehrtägige Zusammensein beinhaltet Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Medien, Verlagen, Wissenschaft sowie Gespräche mit Schriftstellern, Theater- und Filmleuten und Pädagogen. In diesem Jahr dürfen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen besonders illustren Gast freuen, den durch seine Literaturverfilmungen international bekannten deutschen Filmemacher Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“,„Homo Faber“, „Katharina Blum“, „Bleierne Zeit“).
Für die Besten besteht zusätzlich die Möglichkeit zur Aufnahme in die Förderung durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Der Wettbewerb will Schülerinnen und Schüler anregen, sich mit ihrer Muttersprache intensiver zu beschäftigen, z.B. in der Auseinandersetzung mit Werken der deutschen Literatur, mit der Geschichte und den Erscheinungsformen der heutigen Sprache oder durch die sprachliche Gestaltung eigener Wahrnehmungen, Beobachtungen und Phantasien.

Teilnahmeberechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler der Oberstufe (Klassen 11-13 bzw. 10-12) an baden-württembergischen Schulen. Die Aufgabe besteht darin, eine Hausarbeit anzufertigen. Einige Aufgaben können auch zu zweit bearbeitet werden.

Für Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse besteht die Möglichkeit, sich ihren Wettbewerbsbeitrag als besondere Lernleistung innerhalb des Abiturblocks anrechnen zu lassen.

Aufgaben - Themen für die schriftliche Hausarbeit

Wie jedes Jahr wurden den Teilnehmern des Wettbewerbs sieben Aufgaben zur Auswahl gestellt. Sie können auf unterschiedliche Weise bearbeitet werden: in analytisch-referierender oder in freierer Form, beispielsweise als Essay, Reportage, Rede, Dialog oder Hörspielmanuskript.

Die Beiträge werden nach ihrer inhaltlichen und gestalterischen Qualität bewertet, insbesondere nach Ideenreichtum und Genauigkeit der Beobachtung, Differenziertheit der Themenerschließung und der Reflexion, Angemessenheit und Originalität der Darstellungsform sowie nach Sprache und Stil.

Am häufigsten gewählt wurde in diesem Jahr das Thema 7:

In der Mitte des Zimmers ein Tisch. Schwarze Stühle. Die Uhr zeigt 11.  An der Wand neben dem Fenster zur Straße ein Plakat. In einer Bodenvase hinter der geöffneten Tür ein Baseballschläger. Unzählige Zeitungen auf dem dunklen Parkett. Ein Fernglas liegt auf der Fensterbank, daneben ein ungeöffneter Brief.   - Nutzen Sie das Szenario für eine Erzählung.

Gut angenommen wurden außerdem die Themenvorschläge:

  • Klamotten, Fummel, Markenkleider - Beobachtungen zum Kleiderkult
  • Individualismus hat viele Formen [Cadillac-Slogan]  - Autowerbung heute
  • Hotels als Kulissen in Erzählungen und Romanen
  • Literatur und Literaturverfilmung - Ein Streitgespräch
  • Das geheime Tagebuch des Hagen von Tronje - Der Nibelungen verhängnisvolle Reise ins Etzelland aus der Perspektive Hagens

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