16. Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur

 Baden-Württemberg 2006

 

zurück

 

Pressemitteilung des Kultusministeriums vom 14.7.2006

 

 

Datum: 14.07.2006

Kultusstaatssekretär Wacker ehrt erfolgreiche Teilnehmer des Landesschülerwettbewerbs "Deutsche Sprache und Literatur"

Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL hat am Freitag (14. Juli) in der Landesakademie Ochsenhausen (Kreis Biberach) die 21 Siegerinnen und Sieger des diesjährigen Landesschülerwettbewerbs "Deutsche Sprache und Literatur" mit Urkunden geehrt. Als Anerkennung für ihre erfolgreichen Arbeiten sind die Preisträger zur Teilnahme an einem viertägigen Seminar eingeladen worden, das derzeit in der Landesakademie stattfindet. Auf dem Tagungsprogramm stehen dabei die Begegnung und der Erfahrungsaustausch mit Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Medien, Kunst und Kultur.

Der Wettbewerb fand zum sechzehnten Mal in Folge statt und richtete sich wie jedes Jahr an Gymnasiasten der Oberstufe. Insgesamt haben 553 Schülerinnen und Schüler teilgenommen, deren Beiträge von einer 20-köpfigen Jury aus Deutsch-Fachkräften bewertet worden sind. Es standen sieben Themen zur Auswahl, die in referierender oder in freier Form, beispielsweise als Essay, Rede oder Dialog, bearbeitet werden konnten. Besonderen Anklang fand die Aufgabe, sich mit der Meldung einer Nachrichtenagentur über einen Postboten auseinanderzusetzen, der bei sich zu Hause 10.000 Briefe gehortet hatte. Es galt, die Geschichte hinter der Meldung zu schreiben. 336 der 553 Teilnehmer entschieden sich für dieses Thema.
„Der Jury ist es erneut gelungen, anregende Themen zu formulieren und Möglichkeiten der schriftlichen Auseinandersetzung anzubieten, die als herausfordernd empfunden worden sind“, betonte Kultusstaatssekretär Wacker. Besonders lobend hob er das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger hervor, die durch den anspruchsvollen Wettbewerb an Durchhaltevermögen und Willenskraft gewonnen hätten. „Bei der Arbeit an ihren Beiträgen haben Sie Schlüsselkompetenzen erworben, die zu den wichtigsten im Leben überhaupt zählen“, sagte Wacker.

Der Landeswettbewerb sei in den vergangenen Jahren „so etwas wie ein Labor gewesen, in dem neue Formen der Auseinandersetzung mit Literatur und Sprache ausprobiert worden sind". Dadurch sei für viele junge Menschen das Tor zur Literatur weit aufgestoßen worden. „Wer liest, lässt sich auf andere Menschen ein. In Erzählungen und Romanen, in Gedichten und Dramen begegnen uns neue Welten mit fremd anmutenden Gedanken und unbekannten Herausforderungen“, sagte der Kultusstaatssekretär. Literatur könne ihre Wirkung jedoch nur entfalten, wenn mit Freude und Gewinn gelesen werde. Darauf müsse insbesondere der Unterricht im Fach Deutsch noch stärker als bisher ausgerichtet sein. „Wir wünschen uns, dass für junge Menschen die Begegnung mit Literatur zu einem Erlebnis wird“, sagte Wacker. Er verwies auf eine neue Konzeption des Kultusministeriums für den Literaturunterricht, über die derzeit noch intensiv mit Schulpraktikern, Lehrerausbildern und Didaktikern diskutiert werde. Eine aktive und kreative Beschäftigung mit literarischen Vorlagen würde immer wichtiger. In dieser Hinsicht sei der Landeswettbewerb zu einem wichtigen Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Literaturunterrichts geworden.
 


NACH OBEN